down
avm 015 pttrns - people i adore 7"

pressinginfo: 7" 500 copies (500 black)

released: july 2007

release infosheet (download / pdf)

tracklist:
1. big hands
2. idle eyes, sore city
3. definitions

review(s):

first EP by this new band from cologne / Germany, playing a kind of vivid emo-punk in the vein of bands like the OLIVER TWIST or FUCKUISMYNAME, but with an odd edge to it that strongly reminds of 90s-bands like PARTY OF HELICOPTERS! limited edition of 500 copies with special cover-artwork!
review by x-mist

die 3-song-7" ist der zweite release der kölner band, die davor schon eine - retro as fuck - MC veröffentlicht hatte. der beliebtheit des formats entsprach dann allerdings auch die auflage von gerade mal 100. und dabei haben pttrns (ohne THE) doch echt mehr aufmerksamkeit verdient, denn ihr spröder, funky indiepop (von "transcendental punk" redet augenzwinkernd das label) hinterlässt bleibenden eindruck, erinnert an die frickeleien, die von SACCHARINE TRUST, MINUTEMEN und co. mitte der achtziger auf SST veröffentlicht wurden. schön auch das asymetrisch gelochte sonnengelbe cover.
review by ox-fanzine

woher kommen eigentlich ploetzlich all die deutschen Postpunk-Bands, die begriffen haben, dass man sogar die eigene unzufriedenheit feiern kann? offenbar aus koeln. MIT sind die naechsten weltstars und fuer jeden szenefaschisten, dem weltstars den globalisierungsfrust ins gesicht treiben, ruecken augenblicklich pttrns nach. aber auch von denen wird man mehr hoeren. ob du willst oder nicht.
review by vice

dass moderne zeiten immer auch einen angemessenen und zeitgemäßen sound hervorbringen, um den ganzen elend auf höhe eben dieser zeit zu begegnen, liegt in der sache selbst. sich trotz des hier und jetzt und dessen musikalischen ausuferungen dennoch auch auf altbewährtes zu berufen, das schaffen die pttrns auf unkitschige art und weise. wo sie ihre wurzeln im punk durchaus angebracht zur schau tragen, indem sie es an fuck off-gestus nicht mangeln lassen, verbinden sie diese attitüde mit modernem sound zwischen emo-kante und discofloor, um den bogen zur musikalisch-schrägen ästhetik GANG OF FOUR-scher referenz inclusive dem altbewährten pop-appeal zu schlagen. dieser bogen gelingt ihnen nicht nur aufgrund ihrer augenzwinkernden ästhetik vorzüglich, sondern vor allem wegen ihres charmanten enthusiasmus, den sie ebenso in gewiss nicht ganz identitärer selbstverliebtheit zur schau stellen. wo hand-claps und off-beat oftmals drohen langweilig, veraltet und beliebig zu werden, wie es eben der sound tagtäglich reproduziert, der sich der eigenen überflüssigkeit in den verhältnissen niemals bewusst zu werden scheint, weil er entweder politisch oder plump (oder beides) daher kommt, sind die pttrns punk genug, um festgestellt zu haben, dass es immer noch kein richtiges leben im falschen gibt. und weil das ganze das unwahre ist und ohne dessen beseitigung alles geschwurbel von hedonismus, luxus und gutem pop im bestehenden sich selbst ins abseits manövriert, wird versucht, wenigstens auf dem dancefloor sich gut einzurichten. schwungvolle rhythmen, waviger gesang und das gewisse etwas von leichtfertigkeit machen aus den pttrns mehr als eine angenehme überraschung, die zum arschwackeln einlädt und einem für diese kurze zeit das gefühl geben kann: alles wird gut. ein großartiger stern, der da vor noch gar nicht allzu langer zeit am himmel aufgegangen ist.
review by beatpunk

pttrns sind eine recht frische köln-bonner semi-allstar-band, die groovigen nowave-meets-angeschrägten emo spielen der sich gewaschen hat, noch dazu sind sie super sympathisch. hat was von LES SAVY FAV, aber auch BRAID, CAP`N JAZZ und OLIVER TWIST, über allem der hypermelodische gesang (teils mehrfach) und die GANG OF FOUR - gitarren, schön minimalistisch und v.a. charming! supersweet!
review by flight 13

diese platte ist heavy. das bekam ich schon im unterarm zu spüren. 10 stück länger als 30 minuten ohne entlastung zu tragen führt unweigerlich zu zerrungen im arm. autsch. die 7inch in komischer körperhaltung durch die clublandschaft zu führen, war nicht sinn und zweck der plattenproduktion. zudem eignet sich definitiv das klassische t-shirt besser als irgendwelche halbgaren guerilla-PR taktiken zu testen. tz tz. das vinyl bleibt jedenfalls in der guten stube. plattennadel aufgelegt und reingehört. hui - das gefällt mir. drei tracks haben den weg auf die 7inch gefunden: "big hands", "idle eyes, sore city" und "definitions" der die b-seite schmückt. technisch spielen die 3 boys auf nem sehr hohen niveau (so fern ich das als ehemaliger blockflötenspieler raushören kann). während "technische versiertheit" jede siebte stumpfe metalband von sich als besonderheit herausgrunzt, kommt es bei pttrns natürlich viel mehr auf texte und musik denn technik an. als musikalische einordnung kann man vielleicht bands wie PETERS, LIFE AT THESE SPEEDS, Q AND NOT U oder KICKBALL (gesang) heranziehen*, in der bude rummst und wackelt es auf alle fälle gewaltig. eine kleine hüpfburg mit vielen kleinen spitzen gegenständen an den seiten, denn sie bleiben ernst genug. kopflastiger indierock der durch vertrackte beats geprägt ist und von drei stimmen durchleuchtet wird. die stoßen in unterschiedlicher gewichtung aus dem dickicht hervor und singen einige male schräg daher und lassen auch mal hier und da ne dezente screamo-duftmarke im raum stehen. der großen gefahr, vor lauter kopf das herz zu vergessen, fahren die pttrns also nicht auf. nein die 7inch klingt direkt, lebendig und schlau. letzteres trifft auch auf das geniale cover zu, vor dem man nur den hut ziehen kann. geniale und doch so naheliegende idee - nur kommt hat keiner drauf: das mittelloch der hülle wurde versetzt gestanzt und erstrahlt nun in schicker und variabler vierfarbigkeit.wer zum beispiel besagte peters. bereits eingekauft hat, liegt hier definitiv goldrichtig. es macht einfach spaß, die nadel des plattenspielers wieder an den anfang der rille zu setzen - start again.*) vergleiche hinken immer. weisste bescheid?
review by grrr mailorder

down