refreshingly, their album sleeve explains that the songs were recorded together in the same
studio "because that is what music sounds like". smart move; it gives the record real energy
and an immediate sound. that works well on the songs at either end of the album: "single
thread" has a touch of Frank Black as it turns up the heat and the tempo with its melodic,
catchy rock while "press reverse" spills words in a torrent as guitars wail spookily in the
background. at the end of the record there's the Dylanish stream of consciousness that is
"let it be", with chiming guitars and trebly keyboards. the band is centred on songwriter and
driving force Mike Law, whose sometimes verbose style reminds you of CONOR OBERST.
the brooding lyrics bog down several songs, especially the eight minutes of "part two: the
world is bright and lonely" which falls straight into an emo black hole of over-elaborate
wordplay played on angsty acoustic guitar. if he'd rein in some of those excesses he'd have
a consistently good album, instead of a so-so one bookended by interesting tunes.
review by soundsxp
well it is not that much a new idea what mike law of EULCID fame is playing here. but why
invent something less functionary than a wheel if could as well use the wheel others before
you invented and approved? the twelve songs on this record offer more or less traditional pop
or folk songwriting. it is the intimate recording and the emotionality they’re performed with that
make them. a simple singer/songwriter song with nothing but one voice and one acoustic guitar
like “part ii: the world is bright and lonely” doesn’t need anything else to touch me. and it touches
me all its eight minutes. other songs like “don’t sleep” are performed with a whole band line up
with drums, bass, glockenspiel and lofi synths. but even this song sounds intimate. it sounds like
the band came into your bedroom while you slept, silently put up their equipment and then started
to play to wake you up. and it would be a good waking up. i bet you’d smile. it’s a positive record.
it’s like someone finally took these “cheer up emo kid” shirts serious. it’s a like early polyphonic
spree with just three members or danielson famile without jesus and drugs (they are on drugs,
aren’t they?). it’s a mix of folk, emo indie and some americana additives. good recipe. not new
but delicious. and i like the positive emotions it gives me.
review by yellow is the new pink
new album by the new band of singer/songwriter mike law (ex-EULCID), also including
stephen brodsky (CAVE-IN). neo-folk in the vein of BRIGHT EYES, ELLIOTT SMITH,
VAGUE ANGELS & Co. 12 songs on vinyl, including a bonus-CD featuring 4 more additional
tracks!
review by x-mist
NEW IDEA SOCIETY sind entstanden als wg-projekt von stephen brodsky (CAVE IN) und
vor allem mike law (EULCID), die in boston mit PIEBALD-leuten wohnten, und aus dieser
wohngemeinschaft entstand einiges fruchtbares. NEW IDEA SOCIETY begeisterten schon auf
ihrem debüt mit unkonventionellem und doch wunderbar zugänglichen songwriter/indiekram,
der v.a. wegen der leicht überschlagenen stimme an CONOR OBERST (BRIGHT EYES) erinnert,
aber v.a. laws post-punk-vergangenheit (EULCID klangen immer so wunderbar nach DISCHORD)
immer wieder durchscheint. großartiges album mit viel abwechslung und unheimlich vielen facetten,
das gegenteil von steril und einmal mehr ein riesenwurf auf altin village.
review by flight 13
ein frontmann, der seine e-gitarre gegen eine akustische eintauscht und sich als singer/songwriter auf
solopfaden versucht, ist ja heute an sich nichts besonderes mehr, ganz zu schweigen davon, dass in
den meisten fällen einfach nichts vernünftiges dabei rauskommt. mike law von EULCID hat das
auch gemacht, nur mit dem unterschied, dass es ihm besser gelang als vielen seiner kollegen. zwölf
stücke hat er für sein zweitwerk geschrieben und mit unterstützung von anderen musikern behutsam instrumentiert und eingespielt. das line-up liest sich wie eine allstar-band, halfen ihm doch unter
anderem so illustre gäste aus wie stephen brodsky, seines zeichens sänger von CAVE IN, an der
gitarre CONVERGE - drummer kurt ballou oder andrew schneider, der schon mit PELICAN und
VICTORY AT SEA zusammenarbeitete. laws songs gehen dabei leicht ins ohr, was ich hier alles
andere als negativ meine. im gegensatz zu belanglosem bubblegum-pop, wo die lieder die
gehörgänge so schnell wieder verlassen, wie sie gekommen sind, offenbaren diese stücke erst im
kopf ihre vielschichtigkeit. das ist das schöne an der platte. sie bleibt leicht verdaulich, ist aber zu
keiner zeit belanglos. sie schafft es, vielschichtig zu sein, ohne sich dabei aufzudrängen. mike law
gelingt es zudem, gängige themen in worte zu kleiden, die nie platt wirken, nie wie phrasen. ich
bin gespannt, wie das ganze live klingt - NEW IDEA SOCIETY sind im herbst dann auch in
europa auf tour.
review by ox-fanzine
NEW IDEA SOCIETY ist ein projekt von Mike Law (EULCID) und Stephen Brodsky (CAVE
IN), die der legende nach ende der 90er in boston eine wohnung teilten und mit PIEBALD
und konsorten abhingen. waehrend PIEBALD einmal um die welt getourt sind und CAVE IN
heute eher fuer hallenkompatiblen, bruchfreien foo-fighters-rock stehen, sind EULCID mit
ihrer sperrigen, aber melodioesen, DISCHORD-orientierten aariante "nur" clubtauglich
geblieben. das kommt "the world is bright and lonely" allerdings zugute. die meisten songs
stammen aus der feder von Law, der neben seiner obsession fuer postcore aus washington
D.C. eine zweite große liebe hat, den folk. songs wie "dress shirt" erinnern gleichzeitig an
washingtoner post-rock-sounds und an kanadische indie-sternchen wie WOLF PARADE
oder SUNSET RUBDOWN. singer/songwritertum mit verqueren bruechen und dem richtigen
maß an soul. NIS wirken niemals steril oder verkopft, sondern vertrauen ungeniert auf die
eingaengigkeit eines songs. gleichzeitig jonglieren sie mit genug geraeuschkulisse, um nicht
in irgendeiner form eingefahren zu klingen. große musik. mehr davon.
review by intro
der bandname traeumerisch, der albumtitel eine erkenntnis der gemischten gefuehle: die
zweite LP "the world is bright and lonely" der band NEW IDEA SOCIETY
selbstbewusste songs mit melancholischen texten gefuellt und die einsamkeit mit kurzen
kicks jugendlichen ueberschwangs betaeubt. all das vertont hervorragend den um sich
greifenden individualismus der jugend, der zwar erheiternde freiheiten schenkt, aber eben
auch einsam macht. unterm strich ueberwiegt bei den new yorkern der zweifel: "all I need is a
way through / all I need is a second grace", bettelt saenger Mike Law in "single thread",
einem der staerksten songs des albums. offensichtlichste referenz sind BRIGHT EYES und
insbesondere der zittrige gesang CONOR OBERSTS, was aber nicht bedeutet, dass NEW
IDEA SOCIETY ein bloßes Ppagiat abliefern. sie haben schon in frueheren projekten
bewiesen, dass sie ihren eigenen kopf haben: Law – der songwriter und kern der
vielköpfigen gruppe – erlangte bereits bekanntheit durch seine hardcore-band EULCID. seit
dem 2005er NIS-debuet "you are awake or asleep" ist auch CAVE IN-frontmann Stephen
Brodsky dabei, dessen stadionaffine hormonrock-vergangenheit sich mit dem
entblößt-verletzlichen stil Laws auf wundersame weise zu weichen folkharmonien
zusammenschraubt. fuer Brodsky also ein klarer schritt nach vorne. ihm duerfte auch die
produktionstechnik in DIY-maeßiger lo-fi-manier neu gewesen sein. der verantwortliche
Andrew Schneider steckte die band in einen raum, drueckte den record-button und ging
kaffee trinken. auch auf overdubs wurde bewusst verzichtet, schliesslich wollte man ein
gefuehll einfangen, keinen MTV award gewinnen.
review by spex
angenommen der junge CONOR OBERST haette einst SUNNY DAY REAL ESTATE im
studio besucht, selbige erst ausgesperrt, um sie spaeter dann doch wieder dazuzuholen,
dann haette dieses album dabei herauskommen koennen. soweit die fiktion und der
konjunktiv. alles andere als fiktiv ist aber Mike Law, der sich hinter NEW IDEA SOCIETY
verbirgt und mit "the world is bright and lonely" die vielleicht ergreifendste platte des jahres
aus dem dunstkreis von emo aufgenommen hat. natuerlich geht es hier um den begriff emo,
als er noch nicht schimpfwort war. als er noch nicht durch schwarzen eyeliner und klamotten
von H&M definiert wurde. musikalisch bezieht sich "the world is bright and lonely" auf eine
zeit, als diese schublade von bands wieJAWBREAKER, TEXAS IS THE REASON oder eben
SUNNY DAY REAL ESTATE besetzt war. die gute alte zeit also mal wieder... aber im ernst:
das zweite album von NEW IDEA SOCIETY ist zu keinem zeitpunkt altbacken, sicher aber
auch nicht futuristisch. Mike Law hat seine songs und einige freunde - darunter Stephen
Brodsky (CAVE IN) und Kurt Ballou (CONVERGE) - mit ins studio genommen und holt jetzt
zum ganz großen schlag aus. zwoelf songs mit dem mut zur großen geste, aber nie
ueberpathetisch und dabei immer so nah am ohr des hoerers. und das hat seine gruende:
denn das album wurde zum großteil live und mit allen musikern in einem raum eingespielt.
overdubs gibt es keine und das macht sich vor allem dann bemerkbar, wenn Law alleine mit
der gitarre vor dem mikro sitzt und die musik an alternative country erinnert oder sich am
singer/songwriter- genre reibt. "because that is what music sounds like", schreibt Law dazu
und recht hat er. aa wird geschrammelt und gelitten, als gaebe es kein morgen mehr. aber
immer fernab der kitschigen schmerzgrenze und von grund auf ehrlich. waehrend sich
Dashboard Confessional ins niemandsland der popmusik verabschieden, machen Law & Co.
scheinbar alles richtig. eei "dress shirt" dem vielleicht besten song des albums kommt alles
zusammen: die raue produktion, Laws eindringliche stimme, singer/songwriter-gestus zu
beginn, bis dann ploetzlich die e-gitarre durchbricht und das ganze eine mitreissende
emocore-wendung nimmt. "where are you now", "waking dreams and rooms", "medicine
show" und natuerlich der titelsong beweisen, wie vielseitig "the world is bright and lonely"
ausgefallen ist und wie viel gespuer Mike Law und seine truppe fuer ein tolles songwriting
an den tag legen.
review by sellfish