These lines shall speak about Dead Western, about music, and this with the precious quill which shall not scratch the deepness, nor betray too much, yet live up to the spoken-of. Let's just say, you will read a caterpillar and you will hear a butterfly eventually. Dead Western is Troy Mighty, who demands to live. Dead Western reaches out from the Psych-Folk happening of the US Westcoast. "Suckle at the Supple Teats of Time" reaches out with the familiarity of the dark and saddened guitar-based Folk, it surprises with the momentum of life, the comprehension of the beauty in life, confusion and self - it reaches straight to the heart. Troy's voice is like sound from the earth, a whole warm ground. The deepest and most dazing timbre you can imagine - his unique voice is the instrument that makes Dead Western even more special. He sings and shivers, soothes like a lullaby. The second full-length album of the wandering troubadour from Sacramento "Suckle at the Supple Teats of Time" opens already with enchanting sadness but the sorrowfulness of the sensitive mind. A mind that wants to suck in the world but struggles to find its place in it. Rising up on "Not Really Here At All", a song of love, a children choir declaring "We will fill the air content in calm and grace, as we sing to those who complicate: Please keep your weapons out of space! Please throw your weapons in the garbage can!". Later on "A Father Ain't A Man", it cuts your heart right in two, baring the struggle of paternity and a father disconnected from his child. The frankness of these songs is loose and free, expresses fear, joy and even directed critique. What makes these songs so universal is the reappearing thought they are holding, of other places, people and time. A longing for and awareness of things far from sight. The carrying instrument in Dead Western is the acoustic guitar, one that is patient with the mind singing to it. The gently picked guitar weaves a subtle net, in which playful sounds like violin (played by Extra Life's Caley Monahon-Ward), bass (Jesse Phillips), percussion (Kevin Corcoran), chord organ, kazoo and a singing saw appear here and there and exist comfortably. These and other instruments played by Troy build a family and its members tell each song's story in their own way, their own sound. Dead Western is a subtle child, but one with the backbone of an old man. It is intuition, feel and nature that sings the songs of Troy. Dark and creepy, but longing for a brighter world, for love and space. Peace and understanding. What's so funny about? "Suckle at the Supple Teats of Time" is the soundtrack to your fever dreams. Songs that sound like they have been here for hundred years, music you can hide within and brave the world outside. The ten songs on "Suckle at the Supple Teats of Time" are for those who have an ear and a heart that swings with dissonance. And you might need to climb in a wooden horse to get to the heart of this Dead Western.
Written by Johannes
Das ist die erste große Entdeckung des Jahres. Mit seinem sonorem Timbre berichtet Troy Mighty von den in uns verborgen liegenden Dingen, von Hoffnung, von Liebe. Und gleichermaßen, weil das eine das andere bedingt, handeln die Lieder von Dead Western von Schmerz, Enttäusch und dem Wissen vom falschen Leben. Innerhalb der prosperierenden Avantfolk-Bewegung der amerikanischen Westküste um Devendra Banhart, Joanna Newsom oder auch Six Organs of Admittance ist Troy Mighty der Märtyrer des Glücks, eine Art wiedergeborener Marcel Proust.
Review by Goon Magazine
Tom Waits ist mit Sicherheit ein bisschen neidisch auf dieses schauderhaft intonierte Stück Musik.Es sind die Gegensätze von zumeist hellem, klarem Sound und dieser depressiven, grausam zerstörerischen Stimme, die eine unglaubliche Spannung erzeugen.
Review by Plattentest
Psychedelischer- und avantgardistischer Folk in seiner schönsten Pracht. Dieser ungewöhnliche Sänger, ja Troubadour, hat hier einen Monolithen erschaffen, der voller Schönheit erstrahlt. Ehe man sich versieht, wird man komplett von Dead Western vereinnahmt und immer weiter in den Abgrund gerissen. Unten angekommen durchschreitet man allerdings ein Tor, welches auf den ersten Blick zwar seltsam düster wirkt, dann aber eine lange nicht mehr gehörte Schönheit offenbart. Troy Mighty hat unter dem Pseudonym Dead Western mit "Suckle At The Supple Teats Of Time" ein kleines Meisterwerk aufgenommen. Fest verankert in der berüchtigten Psych- und Avant-Folk Bewegung der US Westküste werden hier zehn Kleinode präsentiert, die irgendwo zwischen Tom Waits, Scott Walker und Antony & the Johnsons anzusiedeln sind, letztlich aber ganz für sich alleine stehen. Es wird ja immer viel über alternative Musik philosophiert, diese hier verdient diese Einordnung tatsächlich! Formidabel!
Review by Soundbase
Psych Avant-Folk aller bester Güte! Troy Mighty hat die tiefste Stimme, die ich seit langem gehört habe - das klingt zuweilen echt gepitched, so tief geht der junge Mann. Das ganze erinnert an die Verschrobenheit von Xiu Xiu oder Antony, so skuril und düster sind seine Songs.
Review by Green Hell
Zweites Vollwerk des Troubadours Troy Mighty aus dem kalifornischen Sonnenstaat. Sein Gemüt dagegen scheint eine Liaison mit der dunklen Seite eingegangen zu sein. Anders lässt sich sein Hang zum theatralischen Kammer-Psych-Folk wohl nicht erklären. Mit Hilfe einer handvoll ausgewählter Musiker an Violine, Bass und diversem anderen Brimborium lässt Troy (selbst die Akustische bedienend) seinen Emotionen freien Lauf, pendelt zwischen der Avantgarde eines Scott Walker und Antony (& The Johnsons), richtet seinen Blick aber auch gerne in Richtung des großen Tim Buckley. Sehr speziell, sehr deep.
Review by Flight 13
Dead Western, das klingt wie schaurig-schöne Musik gewordene Klagen aus dem bizarren Schwellenbereich zwischen dem Diesseits und dem Jenseits. Das surreal anmutende Schaffen des 1980 als Troy Daniel Collins in El Cajon geborenen Mannes lehnt sich atmosphärisch vage an den Freak Folk des frühen Devendra Banhart und einer Joanna Newsom an, erinnert an die Introspektivität einer enigmatischen Band wie Current 93 und ruft Erinnerungen an Nick Cave und Scott Walker wach. Die musikalischen Nachtstücke gestatten zudem Verweise auf den Kammerfolk eines Scott Matthew und den Gothic Folk von Timber Timbre und stehen der Entrücktheit eines Antony Hegarty in nichts nach.
Review by Laut.de
"Was für Freaks", werden die sagen, die das Dead-Western-Video zu Not Really Here At All sehen. "Was für eine Show", die, die den Ton nicht ausmachen, aber spätestens nach den ersten großen Gesangs-Gähnern aus dem Mund des zugepinselten Troy Mighty total verstört abschalten - und dadurch vielleicht einen der berührendsten Folk-Songs der letzten Monate, wenn nicht sogar Jahre verpassen.
Review by Alternative Nation
Das Ganze klingt wirklich wie nichts, was man schon einmal gehört hat. Faszinierend, gespenstisch und seltsam schön. Gänsehautmusik, nicht von dieser Welt.
Review by Glitterhouse Mailorder
Überführt sentimentale Lagerfeuersongs mit Zügen von Kammermusikstücken ins Opernhafte. Ganz dick aufgetragen bestimmt das Wort über die untermalenden Töne. Unverwechselbarkeit nahe am Abgrund.
Review by Bloom
Die zweite LP von Dead Western scheint nach dem ersten Hören tatsächlich todtraurig, düster, sogar depressiv. Schließlich hört man noch einmal rein. Und noch einmal. Und langsam erinnert man sich, dass es eine Gemütsverfassung jenseits von Frohsinn und Traurigkeit gibt: die Melancholie. Das Gefühl, aus Glück zu Weinen.
Viel geschieht auf dieser Platte im Hintergrund. Erst beim genauen Zuhören erkennt man die Pauken, das Kazoo und die Streicher. Das erste Instrument ist und bleibt jedoch dieses beispiellose Timbre, das schüttelt und vibriert, und das in einer andächtigen Tiefe, die nicht einmal Nick Cave, Bill Callahan oder Scott Walker in sich bergen - bei allem Respekt natürlich.
Review by Crazewire
Selten hat man wohl eine so "eigenartige" Stimme gehört, die sich jeder eingefahrenen Hörgewohnheit entzieht. Mit einem so nie zuvor gehörten Timbre ausgestattet, scheint Troy Mighty seine Lyrics direkt aus einem merkwürdigen Paralleluniversum zu säuseln, welches uns in seine ganz eigene Welt entführt.
Review by Elektrolurch
"Suckle at the supple teats of time" schlägt ein neues und eindringliches Kapitel in Sachen Singer-Songwriter und Avant-Folk auf! Hat man einmal bereitwillig die Welt von Dead Western betreten, will man diese gar nicht mehr so schnell verlassen.
Review by Musik An Sich
Ein etwas prätentiöses Post-Current93/CocoRosie-Hype-Album aus der Welt manieristisch-überhöhter Innerlichkeit, wo die Spiegel spiegeln und die Streicher streichen. Dazu croont ein Quasi-Anthony, nur eben ein paar Tonlagen tiefer.
Review by Vice
Ein Album wie "Suckle At The Supple Teats Of Time" lässt sich weder mit Worten beschreiben noch mit "normalen Maßstäben" messen.
Wenn man sich auf "Suckle At The Supple Teats Of Time" wirklich einlässt, wird man unweigerlich von der tiefen, geschundenen Stimme Troys gefesselt. Wer morbide Selbstfindungstripps im Stile von Xiu Xiu, Smog, Antony & the Johnsons, Scott Walker oder Marissa Nadler schätzt, sollte hellhörig werden.
Review by Music Scan
Düster-morbide One Man Show. Ganz große und gefühlvolle Musik, die an die ruhigen Momente eines Nick Cave oder Stuart A. Staples erinnert.
Review by Independent Kicks
Es hat den Anschein, als würde sich 'Suckle At The Supple Teats Of Time' dem aktuellen Hype der amerikanischen Folkszene anschließen, die sich nach einer Beständigkeit sehnt, dieser in ihren Songs Raum gibt und sich damit einen Gegensatz zur Schnelllebigkeit, Unsicherheit und Unbeständigkeit der Neuen Moderne sucht.
Review by Whiskey Soda
Nur sparsam umkreist ihn die Musik, wie Elfenstaub, mittendrin sein Gesang. Kunstlied, Folk, Vaudeville, eine Mischung aus Scott Matthew und Kurt Weisman. Schleicht euch mal ran an den Kerl.
Review by Das Klienicum